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Katastrophenhunde
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Die Ausbildung zum Katastrophenhund ist lang und mit viel Engagement des Führers verbunden. Es dauert in der Regel zwei bis vier Jahre. Bevor ein Team einen Einsatz absolvieren kann, ist ein zweitägiger Einsatztest zu bestehen. Die Arbeit eines Katastrophenhundes ist enorm. Der Hund muss ausdauernd und intensiv nach verschütteten Menschen suchen. Er darf sich nicht ablenken und sich von keinen Schwierigkeiten beeindrucken lassen, z.B. Arbeiten der Rettungsmannschaft, Lärm der Rettungsmittel, Gerüchen wie Rauch oder Lebensmittel. |
Chester, ein zuverlässiger Rettungshund |
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Der Dobermann-Rüde Chester v. Stevinhage war aktiv als Rettungshund beim Technischen Hilfswerk THW erfolgreich im Einsatz. Neben seiner Tätigkeit als Rettungshund betrieb er mit seiner Besitzerin Sabine in der Freizeit Vielseitigskeitssport VPG (ehemals Schutzhund) Chester wurde im Januar 1998 geboren und begann mit seiner Besitzerin Sabine im Mai 1998 die Ausbildung zum Rettungshund beim THW Leverkusen. Die Voraussetzung für diese Ausbildung war die gute Bindung an den Hundeführer, Spielfreude, Verträglichkeit mit anderen Hunden sowie Menschenfreundlichkeit, Geländegängigkeit und Ausdauer. Schnell zeigte sich, dass Chester und Sabine an dieser Arbeit sehr viel Freude fanden und ein gutes Team wurden. Die Suchhunde des THW werden zur Trümmersuche ausgebildet. Dazu verfügt das THW Leverkusen über ein eigenes Trümmerübungsgelände, in dem ein Einsatz sehr realitätsnah nachgestellt werden kann. Sehr wichtig ist aber, regelmässig in fremdem Gelände zu trainieren. Denn immer wieder wird der Hund bei der Ausbildung mit ständig wechselnden Situationen konfrontiert, wie sie im Einsatz auftreten können. |
Dazu gehört, dass er bei bei der Ortung eines «Opfers» von diesem angeschrien oder mit Sand oder Gras beworfen wird, wie dies eben in Notfallsituationen geschehen könnte. Niemals darf ein Hund dann agressiv reagieren. Bei der Suche arbeitet der Hund immer ohne Leine und Halsband – um Hängenbleiben oder Verletzungen zu verhindern. Ein gutes Sozialverhalten der Hunde untereinander ist besonders bei der Flächensuche von großer Bedeutung, da oft mehrere Hunde gleichzeitig einen Geländeabschnitt absuchen müssen. Hund und Führer müssen ein erkennbares Team bilden. Der Blickkontakt zum Hundeführer ist wichtig, da er sich von diesem auch ohne akustische Signale (auf Handzeichen) leiten lassen muss. Das Vertrauen zum Hundeführer ist ebenfalls unerlässlich, damit der Hund auch in sehr schwierigem Gelände (z.B. begehen eines eingestürzten Hauses ohne Hundeführer) weiter voraus geschickt werden kann. Durch diese Arbeit in der Rettungshundestaffel sind Sabine und Chester zu einem starken Team zusammengewachsen und hatten sehr viel Freude an dieser sinnvollen Arbeit. Sie absolvierten viele Einsätzen, um vermisste Personen zu suchen. Eine ganz besondere Stärke der Dobermannhunde der THW lag darin, vermisste Kinder im Wald zu suchen. Hier kam das zuverlässige und niemals aggressive Wesen dieser Hunde voll zum Tragen. Hier konnten Chester und Sabine unter Beweis stellen, dass sie sich aufeinander verlassen können. Die Vorprüfung bestand das Team im Oktober 1999 und die Hauptprüfung im November 1999 erfolgreich. Den Einsatztest, ohne den ein Rettungshund bei der Trümmersuche nicht eingesetzt werden darf, absolvierten die zwei im November 2000 in Münster. Hier mussten unter Störgeräuschen (Kreissäge, Stromgenerator) und Schwelfeuer vier verschüttete Personen in 3 verschiedenen Verstecken auf mehreren Trümmerkegeln gefunden werden. Es galt, ein Zeitlimit von 20 Minuten nicht zu überschreiten. Das Prüfungsgelände ist in der Regel ein fremdes, in dem der Hund zuvor noch nicht gesucht hat. |
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«Vielleicht kann ich mit seiner Tochter «Bianca», die seiner hervorragenden Eigenschaft geerbt hat, diese sinnvolle Arbeit im Dienste des Menschen weiterführen.» Das hoffen und wünschen wir auch! Rettungshunde leisten Dienste, die durch kein technisches Gerät zu ersetzen sind und auch wenn niemand hofft, jemals in eine solche Situation zu kommen – es ist beruhigend zu wissen, dass es diese Helfer auf vier Pfoten (und ihre engagierten ehrenamtlichen Besitzer und Hundeführer) gibt. Erika Städeli Scherrer |